Bauch Tattoo – Was muss man beachten?

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Der Bauch ist eine der attraktivsten Körperstellen für ein Tattoo. Er bietet viel Fläche, daher sind sowohl kleine als auch große Motive möglich und der Fantasie keine Grenze gesetzt. Auch der Bauchnabel kann mit in das Design eingebunden werden um den Mittelpunkt des Körpers zu verschönern. Beliebt sind symmetrische Motive, die links und rechts neben dem Bauchnabel gestochen werden. Grundsätzlich gilt dennoch zu bedenken, dass sich der Bauch im Laufe der Zeit verändern kann (Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Schwangerschaft). Durch diese Körperveränderungen kann sich auch das Tattoo selbst verändern. Gerade bei einer Schwangerschaft wird das Gewebe stark strapaziert. Schwangerschaftsstreifen, erschlafftes Gewebe und Überdehnung können aus einem schönen Tattoo-Motiv schnell einen unansehnlichen Farbfleck werden lassen. Aus diesem Grund solltest du dir vorher gründlich überlegen, ob der Bauch die geeignete Stelle für dein Tattoo ist oder du lieber eine andere Körperstelle wählen solltest. Hast du deine Entscheidung getroffen, ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Tätowierer deines Vertrauens geführt und einen Termin vereinbart, kann es losgehen. Viele von euch sind besorgt und fragen sich, ob sie den Schmerz beim Stechen des Tattoos aushalten können. Da man beim Tätowieren mehrmals mit der Nadel gestochen wird, kann es wehtun, doch die Intensität des Schmerzes variiert und hängt von der eigenen Schmerzgrenze und der Stelle, an der tätowiert werden soll ab. Wichtig ist, sich genaustens an die Anweisungen zu halten, die dir der Tätowierer nach dem Tätowieren mit auf den Weg gibt, um zu vermeiden, dass Komplikationen während der Heilungsphase auftreten.

Vor dem Tattoo Stechen:

Achte auf Körperhygiene, denn dies ist der beste Schutz um Entzündungen vorzubeugen. Geh also frisch geduscht ins Tattop-Studio, denn so bist du bestens vorbereitet. Vor dem Tattoo-Stechen darfst du keine Schmerztabletten nehmen, da sie dein Blut verdünnen können und es so zu stärkeren Blutungen kommen kann. Verzichte auf Alkoholkonsum, da auch Alkohol dein Blut verdünnt. Nimm vor dem Tätowieren das Studio genaustens unter die Lupe und vergewissere dich, dass alle Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Solltest du ein ungutes Gefühl haben, such dir ein neues Studio. Denk daran, dass ein Tattoo nicht ohne Weiteres wieder entfernt werden kann. Du solltest dir sicher sein, dass dir dein gewünschtes Motiv auch in vielen Jahren noch gefallen wird, denn Tattoos lassen sich nur durch teure Laserbehandlungen wieder entfernen.

Grundsätzlich gilt:
Das Tattoo muss für ein bis zwei Stunden mit einem sterilen Verband bedeckt werden. Vermeide es, die frisch tätowierte Stelle zu berühren. Das Tattoo sollte mit einer milden antibakteriellen Seife gereinigt werden. Verwende keinen Alkohol zum reinigen, denn er wirkt austrocknend. Verwende unbedingt ein weiches Handtuch zum abtrocknen und tupfe die Feuchtigkeit vorsichtig ab. Falls die Stelle sich rot verfärbt und anschwillt, kühle sie. Sollte sich die tätowierte Stelle sich stark entzünden, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, um die Haut medizinisch behandeln zu lassen. Schwimmbad-, Solarium und Fitness-Studio-Besuche sind so lange tabu, bis die Stelle komplett verheilt ist. Schütze dein Tattoo vor direkter UV-Einstrahlung. Falls sich lange Aufenthalte im Freien nicht vermeiden lassen, verwende einen hohen Lichtschutzfaktor (mind. LSF 30) um deine Haut und auch das Tattoo zu schützen. Schwangere sollten grundsätzlich darauf verzichten sich tätowieren zu lassen, denn das Tattoo-Stechen birgt in der Regel ein gewisses Infektionsrisiko. Entzündungen werden oft mit Antibiotika oder Cortison behandelt und die Einahme dieser Medikamente sollten während einer Schwangerschaft möglichst vermieden werden, da sie eine Gefahr für das Ungeborene darstellen können.