Bauchnabelpiercing – Tut das Stechen weh?

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Da das Schmerzempfinden von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, lässt es sich pauschal nicht sagen, wie schmerzhaft das Piercing-Stechen wirklich ist. Du solltest dich vor dem Piercen ausgiebig vom Piercer deines Vertrauens beraten lassen, damit du genau weißt, worauf du dich einlässt und damit all Deine Unsicherheiten und Ängste aus dem Weg geräumt werden.
Das Bauchnabelpiercing gehört zu den beliebtesten Piercing-Varianten, denn es verschönert nicht nur den Bauchnabel, es kann auch leicht und den Klamotten versteckt werden. Das Piercing wird in der Regel in die Hautfalte um den Bauchnabel herum gestochen. Hast Du einen sehr straffen und dünnen Bauch, ist es allerdings oft etwas schwierig eine gute Stelle zu finden. Wird der Stich zu tief in den Nabel gestochen, kann es zu Komplikationen während der Abheilungsphase kommen. Grundsätzlich jedoch kann jeder Bauchnabel gepierct werden.

Das Stechen wird in der Regel im Liegen durchgeführt, da die Haut entspannter ist und es Kreislaufproblemen vorbeugt. Wichtig ist sauberes Arbeiten und eine gute Desinfektion der Piercing-Stelle. Mit einer Klemme wird die Ein- und Ausstichstelle fixiert und dann das Gewebe durchstochen. Wer es gar nicht ohne Betäubung machen möchte, kann sich vorher beim Arzt eine Regionalanästhesie geben lassen. Dabei wird mit einer Spritze das Betäubungsmittel ins Gewebe injiziert. Die Wirkung tritt nach ca. fünf Minuten ein. Diese Injektion darf nur ein Arzt durchführen und ist vermutlich schmerzhafter, als das Piercing-Stechen selbst. Eine weitere Möglichkeit ist eine Oberflächenanästhesie. Dazu wird ein Betäubungsspray aufgesprüht, das jedoch nicht in die tieferen Gewebeschichten eindringen kann. Den Durchstich spürt man daher dennoch.

Achte unbedingt auf Materialunverträglichkeiten und wähle einen Stecker, der keine Komplikationen verursachen kann (beispielsweise PTFE-Material). Die Stecker sind weich und beweglich und allergieneutral. Die Wunde beim Bauchnabel-Piercing-Stechen heilt generell schlechter ab, als an anderen Körperstellen, da die Haut am Bauch sehr beansprucht wird. Die Heilungsdauer kann daher bis zu einem Jahr betragen. Im Normalfall ist die Wunder allerdings bereits nach sechs bis acht Wochen vollständig abgeheilt. Nach dem Piercing-Stechen wird die Wunde mit einem sterilen Pflaster beklebt. Achte darauf den Stecker hin und wieder zu bewegen und die Wunde regelmäßig zu desinfizieren. Belasse das Erstpiercing so lange im Bauchnabel, bis die Wunde vollständig verheilt ist. Während der Heilungszeit solltest du unbedingt auf Schwimmbad- und Solariumbesuche verzichten und auch das gemütliche Wannenbad vermeiden. Sport ist für diesen Zeitraum ebenfalls tabu. Trage lockere leichte Kleidung, die nicht scheuert.

Solltest Du den Stecker entfernen, bevor die Wunde komplett verheilt ist, besteht die Gefahr, dass der Stichkanal verkleben könnte und die Einstichstelle wieder zuwächst. Es kann dort dann kein Schmuck mehr eingesetzt werden und es bildet sich eine unschöne Narbe. Ein komplett verheilter Stichkanal bleibt im Normalfall erhalten. Es können sich darin allerdings Talgablagerungen bilden. Wenn Du länger keinen Stecker trägst, kann sich der Stichkanal nach und nach verengen und nach einigen Jahren sogar ganz wieder zuwachsen.