Interessante Infos um das Bauchnabelpiercing

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Darf ich beziehungsweise wann darf ich ein Bauchnabelpiercing haben?

Grundsätzlich gilt, dass das Jugendschutzgesetz das Bauchnabelpiercing vor dem 14. Lebensjahr verbietet – auch mit der Erlaubnis der Eltern. Bis zum Alter von 18 Jahren müssen die Eltern eine Einverständniserklärung für das Bauchnabelpiercing unterschreiben, besser noch gleich mit zum Piercer gehen. Bis zum 18. Lebensjahr ist für alle diese Eingriffe immer die Einverständniserklärung der Eltern Bedingung, denn sonst macht der Piercer sich strafbar. Sollten die Eltern nicht mit zum Piercer gehen und die Einverständniserklärung dort unterschreiben, muss mittels Ausweis der Eltern die Echtheit der Unterschrift auf der Erklärung belegt werden. Ab 18 Jahren darf dann jeder für sich selbst entscheiden, wenn ein Piercing gesetzt werden soll.

Die Risiken des Bauchnabelpiercings und dessen Pflege

Das Bauchnabelpiercing ist mit einen Risiken verbunden, denn es handelt sich hier nicht einfach um einen Schmuck für den Körper. Der Organismus betrachtet das Bauchnabelpiercing als Fremdkörper und dieser Fremdkörper ist in der künstlich angelegten Wunde in ständigem Kontakt mit dem Körpergewebe und dem Blut. Allein aufgrund der Anatomie bringt das Bauchnabelpiercing schon einige Risiken mit sich. Der Bauchnabel wird nur mäßig mit Blut versorgt und zudem reiben sich ständig die Kleidung oder der Hosenbund an dieser Stelle. Das bringt es mit sich, dass dieses Piercing eine besonders lange Heilungszeit benötigt, die von einigen Monaten bis zu einem Jahr reicht. In einem so langen Zeitraum ist eine große Wahrscheinlichkeit gegeben, dass sich das Bauchnabelpiercing entzündet. Deshalb muss das Bauchnabelpiercing besonders pfleglich behandelt werden und es sollte sich auch so wenig wie möglich die Kleidung an ihm reiben, um die Risiken einer Entzündung zu reduzieren. Bei Schmerzen, Rötungen und Schwellungen sollte man möglichst schnell zum Arzt gehen, um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Die Pflege des Piercings

Hygiene ist oberste Bedingung im Umgang mit dem Bauchnabelpiercing. Verletzungen sollten vermieden werden, der Schmuck sollte immer sauber gehalten werden. Die Wunde sollte zudem regelmäßig mit warmer Salzwasserlösung gereinigt werden. Das Bauchnabelpiercing darf nur mit frisch gewaschenen Händen berührt werden und das gilt auch für Freunde, die das Piercing gern bewundern möchten! Die Bettwäsche sollte mindestens einmal wöchentlich gewechselt werden. Direkt auf dem Körper getragene Wäsche sollte täglich gewechselt werden. Tiere sollten im Bett nur schlafen dürfen, wenn das Piercing gut abgedeckt ist. Beim Duschen sollte das Piercing gründlich gespült werden, nach dem Baden muss es gut abgespült werden. Nachdem es nass wurde, muss das Bauchnabelpiercing immer gründlich an der Luft trocknen. Beim Sport sollte es abgedeckt werden. Das Bauchnabelpiercing ist eine offene Wunde und sollte auch wie eine solche behandelt werden.

Wie wird das Bauchnabelpiercing gestochen?

Vor dem Stechen wird der Nabel desinfiziert und oftmals auch mit einer Creme oder mit Eisspray leicht betäubt. Dann zeichnet der Piercer die Stichstellen an. Nun muss man sich auf eine Liege legen und der Piercer fasst die zu durchstechende Hautfalte mit den Fingern, die selbstverständlich in Hygienehandschuhen stecken. Die Bauchfalte wird mit einer sterilen Kanüle durchstochen und das Piercing wird beim Herausziehen der Kanüle durch den Stichkanal gezogen. Nun wird nur noch die Schraubkugel aufgeschraubt, die das Piercing verschließt, damit es nicht aus dem gestochenen Loch heraus fällt. Das Stechen selbst ist in wenigen Sekunden erledigt.