Mein Bauchnabel-Piercing ist entzündet – Was tun?

bauchnabel-piercing-entzündung

Bauchnabel-Piercings setzen gekonnt den Bauchnabel in Szene und liegen voll im Trend. Doch ist diese beliebte Piercing- Variante nicht ganz ungefährlich, wenn man sich nicht an die Hygienestandards und Pflegevorschriften während der Heilungsdauer hält. Ein Bauchnabelpiercing kann sich direkt nach dem Stechen entzünden und geht daher mit gewissen Risiken einher. Der Bauchnabel wird nur schlecht durchblutet, daher heilt das Bauchnabel-Piercing in der Regel nicht so gut. Kommt es zu Entzündungen, liegt das meist an verschiedenen Faktoren. Häufig kann dann von einem unzureichenden Hygienestandard oder einem unprofessionellen Piercing-Stechen ausgegangen werden. Entzündet sich Dein Piercing erst später, hast Du die Pflegehinweise nicht beachtet. Auch eine schlechte Piercing-Qualität kann verantwortlich für Entzündungen sein. Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus sind besonders gefährdet, was Entzündungen während der Heilungsdauer betrifft.

Typische Entzündungsanzeichen die durch ein Bauchnabel-Piercing auftreten können, sind:

  • Rötung: Die Stelle um das Piercing herum verfärbt sich rot.
  • Wärme: Die Haut um die gepiercte Stelle ist wärmer als die umliegenden Gewebestellen.
  • Berührungsschmerz: Bei Kontakt mit dem Piercing oder der Haut wird ein starker Schmerz empfunden.
  • Eiterbildung: Austritt von Wundsekret.

Solltest Du bei Deinem Piercing diese Symptome feststellen, dann vereinbare umgehend einen Termin bei Deinem Arzt um ihm die Wunde vorstellen. Entzündungen, die nicht behandelt werden sind gefährlich und können zu Blutvergiftung oder schlimmstenfalls gar zum Tode führen. Lieber einmal mehr zum Arzt gehen.

Auf die richtige Pflege kommt es an:
Vergewissere Dich vor dem Piercing-Stechen, dass Dein Piercer alle vorgeschriebenen Hygienestandards beachtet und alles penibel sauber ist. Ein Piercing muss grundsätzlich unter sterilen Bedingungen gestochen werden. Nach dem Piercen wird die Wunde mit einem sterilen Pflaster bedeckt. Du solltest die Wunde regelmäßig desinfizieren, Kontakt mit unsauberen Händen vermeiden und den Verband täglich wechseln. Gerade beim Bauchnabelpiercing ist es wichtig, während der Heilungsdauer auf lockere Kleidung zu achten, damit die Kleidung nicht an der Wunde reibt. Sport, Solarium- und Schwimmbadbesuche sowie Wannenbäder solltest du vermeiden, bis die Wunde vollständig abgeheilt ist. Eine Dusche ist zur Körperhygiene ausreichend. Auch solltest Du das Erstpiercing erst dann gegen ein anderes Schmuckstück austauschen, wenn alles schön verheilt ist.

Erste Hilfe, bei Entzündungen
Sollte es sich nur um eine kleine Hautrötung bei Deinem Piercing handeln, kannst Du das Problem eventuell noch selbst in den Griff bekommen. Säubere das Piercing mehrmals mit lauwarmen Kamillentee, da dieser entzündungshemmend wirkt und trockne die Stelle mit einem weichen Tuch sorgfältig ab. Entferne eitriges oder verklebtes Wundsekret am besten mit einer sterilen Kompresse (erhältlich in Apotheke oder Drogerie) und desinfiziere den Stichkanal mit einem lokalen Antiseptikum. Das Auftragen kann etwas brennen. Versorge die Wunde mit einer antibakteriellen Salbe (z. B. Jod) und lege eine sterile Kompresse auf den entzündeten Bauchnabel. Beobachte die gerötete Stelle und wiederhole die Prozedur zweimal täglich. Abends kannst du auch mal etwas Luft an die Wunde lassen, denn das verkürzt den Heilungsprozess. Sollten sich die Entzündungsanzeichen nach zwei Tagen nicht gebessert haben, suche besser einen Arzt auf. Er wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

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